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Ausflug

Monte Isola: Europas größte Seeinsel entdecken

Monte Isola erhebt sich aus dem Lago d’Iseo, mit dem Gipfelheiligtum Madonna della Ceriola rund 600 Meter über dem Wasser. Mit etwa 4,5 km² ist sie die größte bewohnte Binneninsel Europas — und sie ist autofrei: unterwegs ist man zu Fuß, mit dem Bus, dem Roller oder dem Fahrrad. Ihre elf Dörfer (etwa Peschiera Maraglio, Sensole, Siviano, Senzano) sind über Wander- und Radwege verbunden.

Ein Tagesausflug reicht für die Höhepunkte: die kurze Fährüberfahrt, ein Spaziergang an der Uferpromenade, der Aufstieg zum Heiligtum und ein langes Mittagessen in einem Fischerdorf.

Anreise & Fähren

Die Fähren von Navigazione Lago d’Iseo verkehren ganzjährig — vor allem Sulzano ↔ Peschiera Maraglio (nur wenige Minuten Überfahrt) und Sale Marasino ↔ Carzano. Im Winter fahren die Schiffe etwa alle 15–20 Minuten; nachts pendelt bis ca. Mitternacht stündlich eine Fähre zwischen Sulzano und Monte Isola. Tickets gibt es am Hafen; ein Hin- und Rückfahrtticket ist meist günstiger als zwei Einzelfahrten, Fahrräder können gegen Aufpreis mit.

Hinweis: Seit 2025 erhebt die Inselgemeinde eine Landungsgebühr von 1,50 € pro Person. Wenn das Auto nicht am Startort (z. B. Sulzano) geparkt ist, lieber rechtzeitig eine Rückfahrt oder ein Wassertaxi einplanen.

Der Giro dell’Isola und der Aufstieg zur Ceriola

Eine klassische Rundtour (ca. 9,4 km, rund 2–3 Stunden) startet in Peschiera Maraglio, führt über Sensole und Menzino (alte Festungsreste) nach Siviano und weiter hinauf zum Heiligtum Madonna della Ceriola — vom Gipfel reicht der Blick über den ganzen See bis zu den Alpen. Festes Schuhwerk empfohlen; wer es bequemer mag, fährt mit dem Inselbus ein Stück hinauf und geht das letzte Stück.

Auch reine Uferwege oder die fast 9 km lange Umrundung auf der Inselstraße sind möglich — flach, mit dem Bus abkürzbar.

Dörfer, Salami & ein Geheimtipp

Peschiera Maraglio und Carzano am Ufer leben von Fischfang und Bootsbau; Siviano und Senzano liegen höher. Eine lokale Spezialität ist die luftgetrocknete Salame di Monte Isola — gut in einer Trattoria zwischen Seebarsch, Polenta und Hausweinen.

Geheimtipp: die Bar Al Coren oberhalb von Senzano — nach einem rund 20-minütigen Anstieg erreichbar, mit Panoramablick und italienischer Küche (Betrieb vor allem abends). Tipp: unter der Woche und außerhalb der Mittagszeit ist die Insel deutlich ruhiger; am späten Nachmittag hat man sie fast für sich.

Häufige Fragen

Kann man mit dem Auto auf Monte Isola?
Nein. Monte Isola ist autofrei. Parken Sie an einem der Abfahrtsorte am Festland (z. B. Sulzano oder Sale Marasino) und nehmen Sie die Fähre. Auf der Insel verkehren ein Bus, Roller und Fahrräder.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für Promenade, Mittagessen und einen kurzen Aufstieg reicht ein halber bis ganzer Tag. Wer den Giro dell’Isola (9,4 km) komplett zu Fuß geht, plant einen ganzen Tag ein.
Gibt es eine Eintritts- oder Landungsgebühr?
Seit 2025 wird beim Anlegen eine Landungsgebühr von 1,50 € pro Person erhoben. Die Fährfahrt selbst kostet zusätzlich nur wenige Euro.

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